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Remstal
Gartenschau 2019

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Erfolgreiche Premiere

Artikel vom 03.03.2021

Bürgermeister Andreas Schaffer begrüßte am 23.02.2021 ca. 50 Besucher „live“ in der Staufenhalle und ca. 140 per Internet-Livestream zugeschaltete Besucher zur zweiten Einwohnerinformation zum Thema „Schulzusammenführung“. Da auf Grund der aktuellen Corona-Bedingungen eine klassische Präsenzveranstaltung nicht möglich war, hatten sich Verwaltung und Gemeinderat für eine „halbdigitale“ sog. Hybridveranstaltung entschieden. Auch die nicht in der Halle anwesenden Zuhörer konnten vorab Fragen an die Gemeindeverwaltung richten, die dann im Laufe des Informationsabends oder im Vorfeld beantwortet wurden.

Zu Beginn erinnerte BM Schaffer an das bisherige Verfahren seit dem Hearing im April 2019 und erläuterte dies anhand einer Power-Point-Präsentation mit zahlreichen Daten und Fakten. Diese Präsentation war auch öffentlich über die Homepage abrufbar. Die wichtigsten Informationen waren auch im Vorfeld im Gemeindemitteilungsblatt abgedruckt. Die Entscheidung sei nun „reif, wenn nicht überreif“.

Als Kern der Begründung erwähnte BM Schaffer unter anderem

  • Ganztagesbetrieb (Mensa und Kernzeitbetreuung) auch für die Ganztagesschüler aus der Schlossgartenschule im Hohbergschulzentrum
  • Wegfall der täglichen „Prozession“ von 60 Ganztagesschülern der Klassenstufe 1 und 2 mittags von der Schlossgarten- zur Hohbergschule
  • nicht ausgelastete Räumlichkeiten in beiden Schulen, die aber dennoch Bewirtschaftungskosten verursachen
  • dringend notwendige Sanierung der Schlossgartenschule auch bei Erhalt als Schulstandort
  • dringend benötigte Kindergartenplätze, die mit einer Nachnutzung der Schlossgartenschule als zentrales Kinderhaus geschaffen werden können
  • erhebliche finanzielle Vorteile bei Konzentration und Ausnutzung beider Gebäude sowohl bei Investitionskosten und Folgekosten

Rektor Groitzsch ergänzte anschließend die Position der Schulleitung. Die Schule befürwortet grundsätzlich die Zusammenführung, allerdings sah Herr Groitzsch die Raumreserven im Hohbergschulzentrum nicht so „üppig“ wie BM Schaffer. Die an einem Standort vereinte Grundschule müsse auch „oben“ optimale Bedingungen haben. Hier nannte er u.a. eine umfangreichere schulische Nutzung des Gebäudeteils D (ehemalige Förderschule, heute zu gleichen Teilen durch Schule und das Jugendhaus belegt) und eine Verglasung des Verbindungsgangs zwischen Gebäude B und C.

Im Anschluss gaben die 4 Gemeinderatsfraktionen ihre Stellungnahmen ab.

Michael Gomolzig führte für die CDU-Fraktion an, diese habe intern noch keine eindeutige Position. Einerseits sei die Gemeinde fast „pleite“, andererseits werde in der Diskussion oft zu wenig die Sicht der Schüler bedacht. Grundsätzlich spreche – vor allem aus wirtschaftlicher Sicht – vieles für die Zusammenlegung. Manche emotionale Argumente seien aber genauso ernst zu nehmen wie vermeintlich rationale.


Claudia Jensen machte für die FW-FD-Fraktion deutlich, dass insbesondere aus finanziellen Gründen die Daten und Fakten eindeutig für die Schulfusion und ein zentrales Kinderhaus in der Schlossgartenschule sprächen. Es gebe eindeutig keine bessere Option.


Klaus Harald Kelemen trug die Position der SPD-Fraktion gegen eine Aufgabe der Grundschule in der Schlossgartenschule vor. Die SPD-Fraktion beantragte zudem die Durchführung eines Bürgerentscheides zu dieser wichtigen Entscheidung. Aus seiner Sicht dürfte der historische Standort Schlossgartenschule nicht unwiederbringlich aufgegeben werden. Die beiden Fragen Schulzusammenführung und Kinderhaus müsse man getrennt betrachten. Auch die Schlossgartenschule sei entsprechend nachrüstbar und auch ein Kinderhausneubau im Baugebiet Hohrain/Gländ sowie dezentrale Kindergartenlösungen hätten viele Vorteile. „Alternativlos“ sei nichts.


Für die GLU erklärte auch Erich Wägner, dass die Entscheidung nun reif sei und alles für die Schulzusammenführung spreche. Da diese dann aber mehr Verkehr nach sich ziehen würde, bräuchte man einen verbesserten Schulbusverkehr und sichere Schulwege. Zudem sei seiner Fraktion eine zusätzliche Nachnutzung der Schlossgartenschule abends und an Wochenenden wichtig, etwa für kulturelle Angebote wie die Volkshochschule.

Im zweiten Teil der Veranstaltung kamen die Besucher zu Wort. Zudem antwortete BM Schaffer auf einige im Vorfeld per E-Mail eingereichte Fragen.
Herr Frank Burgemeister riet dazu, die beiden Themen Schulzusammenführung und Nachnutzung als Kinderhaus getrennt zu betrachten. Zweiteres sah er eher skeptisch. Ein von vornherein als Kinderhaus geplanter Neubau könne gezielter zweckmäßig ausgeführt werden als die entsprechende Sanierung eines denkmalgeschützten Altbaus, etwa in Bezug auf Lärmschutz und Wärmedämmung.
Alexandra Nick bemängelte, in der vorliegenden Raumplanung sei nicht berücksichtigt, dass auf Grund steigender Schülerzahlen schon im nächsten oder übernächsten Schuljahr die 1. Klasse vierzügig sein könnte. Herr Groitzsch und Herr Schill stellten klar, dass für die nächsten 6 bis 7 Jahre genug Raumreserven vorhanden seien und sich die mögliche 4-Zügigkeit der nächsten Eingangsklasse erst kläre, wenn man weiß wieviel Rückstellungen es gebe. BM Schaffer ergänzte, später sei auch ein weiterer Anbau am Hohbergschulzentrum denkbar.
Frau Maike Schuler, selbst Lehrerin in der Schlossgartenschule, bekräftige die Wichtigkeit guter äußerer Bedingungen für die Grundschüler in der Hohbergschule, unter anderem durch die Verglasung des Verbindungsstegs und Räume für die Lernwerksatt.
Frau Katrin Laschzok stellte die starke Priorisierung des Jugendhauses auf dem Schulcampus in Frage. Viele Besucher des Jugendhauses seien keine Schüler der Hohbergschule. Schulische Aspekte müssten hier klar Vorrang haben.
Frau Melanie Markusch führte an, dass speziell aus der Sicht der Einwohner im „Unterdorf“ südlich von Bahnlinie und Rems ein Kinderhaus im Hohrain/Gländ besser wäre als in der Schlossgartenschule.
Frau Julia Andrejews war der Ansicht, dass für viele „alte“ Plüderhäuser das Thema Schlossgartenschule sehr emotional sei. Für Zugezogene sei es teilweise nicht nachvollziehbar. Der teilweise marode Zustand der Schlossgartenschule spreche für die Fusion. Wichtig sei, den Kindern auch etwas zuzutrauen, etwa bei der Bewältigung des Schulwegs zu Fuß zur Hohbergschule. Viele Kinder freuten sich, in der 3. Klasse endlich in die „richtige Schule“ zu kommen.
Der Elternbeiratsvorsitzende der Hohbergschule, Oliver Roggenkamp, sprach sich für die Schulzusammenführung aus. Er bat den Gemeinderat, nicht nur an den „Rotstift“ und die klamme Kasse zu denken, sondern auch an die Kinder. Bei der Schaffung guter Bedingungen dürfe nicht am Notwendigsten (z.B. Verglasung des Stegs) gespart werden.

Per E-Mail seien, so BM Schaffer, unter anderem Anfragen zum PKW-Verkehr durch „Elterntaxis“ gekommen. Beim Kinderhaus seien die Anfahrtszeiten anders als bei der Schule über einen größeren Zeitraum verteilt. Die Gemeinde werde aber zu gegebener Zeit sowohl in der Kantstraße und auch an der Schulstraße auf die neuen Verhältnisse regieren und Lösungen finden. Eine weitere Frage bezog sich auf den zu erwartenden Anstieg der Schülerzahlen durch das Neubaugebiet Hohrain/Gländ. BM Schaffer erläuterte, hier könne man aus verschiedenen Modellrechnungen ablesen, dass einem zunächst stärkeren Anstieg die Kinderzahlen in den Folgejahren in der Regel abnehmen würden, da Familien meist jahrzehntelang in ihren Häusern wohnen blieben und die Kinder entsprechend aus dem Schulalter „herauswachsen“ würden.

BM Schaffer dankte zum Abschluss allen für ihre Wortbeiträge und allen an der Vorbereitung und Durchführung dieser gut gelungenen Einwohnerinformation Beteiligten für ihren Einsatz.

Am 04.03.2021 wird der Gemeinderat die Grundsatzentscheidung über den Umzug der Klassen 1 und 2 in das Hohbergschulzentrum und die Nachnutzung der Schlossgartenschule treffen.

Weitere Informationen

Gemeinde Plüderhausen
Am Marktplatz 11
73655 Plüderhausen
07181 8009-0
07181 8009-7000
E-Mail schreiben

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